Wozu braucht man Innenfutter?

Wozu braucht man Innenfutter?

Das Futter ABC

Du hast dein erstes Kleid genäht und es sieht super aus! Man sieht halt nur irgendwie, dass es selbstgenäht ist. Damit meine ich gar nicht die kleinen Fehler, die sich vielleicht eingeschlichen haben. Aber man sieht hier und da eine Overlocknaht, oder die Rückseite (linke Seite) eures Stoffes. Falls du dich mit solchen „Problemen“ nicht mehr abfinden willst bleibt mir nur eine Frage: Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass du dein Kleidungsstück mit einem Futter ausstatten könntest?

Wozu braucht man Futterstoffe?

Vorneweg gesagt: Beide Kleider sind der Knaller! 🙂 Aber man muss zugeben, dass ein Innenstoff bzw. Futterstoff ein optischer Zugewinn ist. Wie du auf dem oberen Bild sehen kannst ist das Kleid von Sarah mit lila Futter ausgestattet, Miriam hat sich für die Jersey-Variante entschieden und hat deswegen kein Futter verwendet. Dadurch ist die Saumkante gut sichtbar und man sieht die nicht so schöne, linke Seite.

Ein weiterer beachtenswerter Punkt ist, dass Jersey oft unschön an der Strumpfhose „kleben“ bleibt. Nähst du dir ein enges Jerseykleid wie zum Beispiel FrauFannie ist dieser Effekt gar nicht so schlecht, weil das Kleid dann an Ort und Stelle bleibt. Aber gerade bei so einem Kleid wie Candy, bei dem es so wichtig ist, dass der Tellerrock frei schwingt, ist es eine Überlegung wert ob man nicht doch Futterstoff verwenden sollte.

Nicht nur bei Taschen ist es wichtig, dass man mit einem Innenfutter den eigentlich Stoff vor zu schneller Abnutzung schützt. Auch bei Mänteln aus Baumwolle oder anderen Stoffen verhinderst du damit ein Hängenbleiben mit Schmuck oder ähnliches. Für viele sind Mantelstoffe auch einfach sehr kratzig. Da kann man beim Innenstoff zu Stoffen mit deutlich mehr Tragekomfort greifen.

Außerdem kann man bei Futterstoffen so herrliche Kontraste setzen! Ein blauer Mantel mit einem gepunkteten Innenfutter in Koralle…das wäre doch der Hammer! 🙂

Wozu braucht man Innenfutter?

Welchen Futterstoff gibt es?

Es gibt drei Hauptsorten für Futterstoffe.

Stretchfutter

Ja es gibt sowas tatsächlich! Man denkt bei Futterstoff immer nur an glänzende, feste Innenfutter. Aber nein, dieser hier macht jede Bewegung mit und ist gerade für enge Kleider oder Jerseystoffe super geeignet.

Futtertaft

Futtertaft ist glänzend und ideal für Jacken, Hosen oder anderen festen Stoffen.

Wirkfutter

Wirkfutter ist perfekt für luftige Kleidungen wie zum Beispiel Sommerröcke. Im Sommer möchte man ja ungern mehr Stoff als nötig tragen, daher ist dieser sehr angenehm, weil es ein sehr leichter Futterstoff ist. Außerdem ist er ideal für etwas durchsichtige Stoffe.

Wie näht man Futterstoff?

Mit viel Geduld! 😀

Nein ohne Witz, du musst hierbei sehr genau arbeiten, da das Futter meistens sehr glatt und „rutschig“ ist. Dadurch verschiebt sich schnell hier und da ein kleines Bisschen und schon ist der Tragekomfort dahin. Wonderclips sind gut um die Stoffe erstmal fest übereinander zu bringen. Beim Nähen würde ich tatsächlich eher Stecknadeln quer in die Stofflagen stecken, damit man beim Nähen zur Not noch drübernähen kann. Da gibt es extra Nadeln, die der Nähmaschine nicht so viel ausmachen.

Ansonsten brauchst du wirklich sehr viel Zeit, damit du hinterher ein tolles Ergebnis erzielen kannst. Aber keine Sorge, Übung macht den Meister 🙂


Hast du dich schon einmal an Innenfutter gewagt und eine außergewöhnliche Kombi genäht? Hinterlass uns doch gerne einen Kommentar oder verlinke uns auf Instagram!

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Ein Kommentar

  • Bisher habe ich mich tatsächlich davor gedrückt Futterstoffe zu verwenden. Mein nächstes Nähprojekt wird aber ein einfaches Sakko für meinen Sohn. Habe mir aber tatsächlich die Frage gestellt, ob das mit dem Futter *wirklich* sein muss. Schmuck hat er ja nicht…😅
    Wir werden sehen.

    Antworten

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Wir sind Miriam und Sarah, zwei Schwestern aus Berlin und Kiel. Film steht dabei für Miriam und ihre Leidenschaft für Fotografie und Faden für Sarah und ihre Leidenschaft rundum Handarbeit, sei es Stricken, Häkeln oder eben Nähen.

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